São Sebastião & Maresias – Zwischen Surfkultur, Natur und Kolonialflair
Inhaltsverzeichnis
Willkommen an der Nordküste São Paulos

Die Stadt São Sebastião erstreckt sich entlang der reizvollen Nordküste des Bundesstaates São Paulo. Sie gilt als Tor zu einigen der eindrucksvollsten Strände Brasiliens, darunter der legendäre Surfspot Maresias. Diese Kombination aus historischen Stadtkernen, tropischer Natur und sportlich-lebendigem Strandflair macht die Region zu einem der spannendsten Reiseziele der Paulista-Küste.
Die Umgebung bietet mehr als Sonne und Meer: Besucher:innen finden hier atemberaubende Aussichten auf die Serra do Mar, geschützte Buchten, üppige Vegetation und kleine, traditionelle Gemeinden, in denen noch heute das kulturelle Erbe der Caiçaras – der Küstenbewohner – lebendig ist.
Maresias – Das Herz der brasilianischen Surfszene

Maresias ist weit mehr als nur ein Strand: Der breite, feinsandige Küstenabschnitt zieht Surfer:innen aus aller Welt an. Hier findet man regelmäßig nationale und internationale Wettbewerbe, eine vibrierende Surf-Community und zahlreiche Surfschulen für alle Erfahrungsstufen.
Der konstant starke Wellengang macht Maresias zum idealen Trainingsort, während das flache Gefälle des Strandes auch für Badegäste Sicherheit bietet. Der Ort hat sich über die Jahre zum angesagten Hotspot mit Bars, Musikfestivals und Boutique-Hotels entwickelt. Dennoch bewahrt er seinen naturnahen Charakter, denn der dichte atlantische Regenwald reicht bis unmittelbar an den Strand heran.
Am Abend verwandelt sich Maresias in einen lebhaften Treffpunkt mit Strandbars, kleinen Clubs und einem regen Nachtleben, das vor allem junge Reisende anzieht. Trotzdem findet man tagsüber auch ruhige Ecken, um einfach nur das Meeresrauschen zu genießen.
Weitere Strände und Geheimtipps

São Sebastião ist reich an traumhaften Stränden. Wer dem Trubel von Maresias entfliehen möchte, findet nur wenige Kilometer weiter Ruhe, Natur und Ursprünglichkeit:
- Camburi: Dieser Strand zieht eine Mischung aus Surfer:innen, Künstler:innen und Familien an. Am Wochenende kann es lebhaft werden, unter der Woche ist es oft ruhig. Beliebt sind Yoga-Kurse am Morgen, Surfunterricht und kleine Strandbars, die Smoothies und Caipirinhas servieren. Die Dämmerung wird hier fast schon zelebriert – bei Lagerfeuern und Musik.
- Barra do Sahy: Ein Bilderbuchdorf mit rustikaler Atmosphäre und kleinen Fischerbooten, die tagsüber auf dem ruhigen Wasser schaukeln. Die Einheimischen verkaufen fangfrischen Fisch, der direkt in den umliegenden Restaurants zubereitet wird. Ideal für Kajaktouren durch Mangroven oder romantische Spaziergänge bei Sonnenuntergang.
- Juquehy: Juquehy bietet alles, was man sich für einen komfortablen Strandurlaub wünschen kann: Boutique-Hotels, elegante Strandclubs und einen sauberen, weitläufigen Sandstrand mit entspannter Stimmung. Für Familien gibt es Spielplätze am Strand und ruhige Gewässer, für Aktivurlauber Fahrradverleih und SUP-Verleih.
Toque-Toque Pequeno & Grande: Diese beiden Strände sind perfekte Rückzugsorte. Sie wirken wie aus der Zeit gefallen – ohne Lärm, ohne große Infrastruktur, aber mit türkisfarbenem Wasser und schattigen Bäumen. Die vorgelagerten Inseln sind per Boot erreichbar und laden zum Schnorcheln ein. Der Sonnenaufgang über dem Meer ist hier besonders magisch.
Historisches Stadtzentrum von São Sebastião
Der historische Kern der Stadt, geprägt von Kolonialarchitektur, Kirchen aus dem 17. Jahrhundert und bunten Häuserfassaden, vermittelt ein authentisches Bild des alten Brasiliens. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören:
- Die barocke Igreja Matriz aus dem Jahr 1636: Eine der ältesten Kirchen der Region, mit originalen Holzdecken, kolonialen Altären und einer ruhigen Atmosphäre.
- Das Museu de Arte Sacra, untergebracht in einem ehemaligen Franziskanerkloster, bietet eine Sammlung religiöser Kunstwerke und einen Einblick in die religiöse Geschichte der Region.
- Der Marktplatz mit Blick aufs Meer: Hier findet man regelmäßig Märkte mit regionalem Kunsthandwerk, Musik, Tanzvorführungen und kulinarischen Spezialitäten der Küste.
Hier lässt sich gemütlich flanieren, in Cafés verweilen und in kleinen Geschäften lokales Kunsthandwerk entdecken. Wer abends bleibt, erlebt häufig Live-Musik, kleine Feste oder kulturelle Veranstaltungen.
Dschungel, Trails & Wasserfälle
Rund um São Sebastião und Maresias laden unzählige Wanderwege zu Naturerlebnissen ein. Besonders empfehlenswert:
- Die Trilha das Calhetas: Dieser Pfad führt durch dichten Atlantikwald und eröffnet wunderschöne Ausblicke auf das Meer. Die beiden Buchten, die am Ende des Trails warten, sind einsame Paradiese mit türkisfarbenem Wasser und feinem Sand.
- Die Wanderung zum Cachoeira de Toque-Toque Grande: Ein wenig bekanntes Naturziel, bei dem man ein erfrischendes Bad unter einem klaren Wasserfall mitten im Wald nehmen kann – umgeben von Farnen, Schlingpflanzen und exotischen Vogelrufen.
Bootstouren zu abgelegenen Stränden wie Ilha das Couves oder Praia Brava: Diese Orte sind per Boot oder über längere Trails erreichbar und bieten eine atemberaubende Kulisse aus unberührtem Regenwald, Felsen und einsamen Stränden. Perfekt für Tagesausflüge mit Picknick und Schnorchel-Stopps.
Beste Reisezeit für São Sebastião & Maresias
Die Region hat ein feuchttropisches Klima mit ganzjährig angenehmen Temperaturen. Die beste Reisezeit ist von April bis Oktober, wenn es weniger regnet und das Wetter besonders stabil ist. In den brasilianischen Sommermonaten Dezember bis Februar kann es sehr voll werden, vor allem rund um Silvester und Karneval.
Für Surfer:innen gelten die Monate Juni bis Oktober als ideal, wenn der Wellengang besonders konstant ist. Auch Wanderausflüge und Wasserfalltouren sind in der Trockenzeit angenehmer.
In der Nebensaison (März und November) ist das Preisniveau oft niedriger, während man das tropische Flair der Region fast ungestört genießen kann.
Anreise an die Nordküste São Paulos
São Sebastião liegt rund 200 km von São Paulo entfernt. Die Anreise erfolgt über die landschaftlich beeindruckende Küstenstraße Rodovia Rio-Santos (BR-101), die teils durch dichten Regenwald führt. Mit dem Auto dauert die Fahrt etwa 3 bis 4 Stunden. Alternativ fahren Fernbusse regelmäßig von São Paulo aus, vor allem nach Maresias, Juquehy und ins Stadtzentrum von São Sebastião.
Wer von Rio de Janeiro oder Paraty anreist, kann ebenfalls der BR-101 folgen – eine landschaftlich spektakuläre Route entlang der Costa Verde. Fähren verbinden São Sebastião zudem mit der vorgelagerten Insel Ilhabela, einem weiteren Highlight der Region. Der kleine Hafen im Stadtzentrum von São Sebastião bietet tägliche Überfahrten – ideal für einen Tagesausflug oder eine mehrtägige Inselerkundung.